Urlaub für jeden?

Urlaub. Ja das braucht jeder mal so hin und wieder. Einfach so zu Erholung. Nur doof, dass auch die Tagesmutter so was für sich beansprucht. Ja, sicher, man gönnt es jedem. Aber ausgerechnet jetzt? Und so lange? Ganze zwei Wochen? Gibt es da keine „Urlaubsvertretung“? Kann sie nicht den einen Tag oder auch zwei mal eine Ausnahme machen? -Eine Urlaubsausnahme!

Über die Pünktlichkeit…

Das ist manchmal ein heikles Thema. Es kommt in erster Linie darauf an, wie ernst oder wie locker du das nimmst. Nimmst du Verspätungen immer gelassen hin, so musst du dich nicht wundern, wenn bald die eigentliche Betreuungszeit mit der tatsächlich vereinbarten sich völlig unterscheiden. Sagst du dann auch nichts dazu, so wird es gerne als Gewohnheit angenommen. Manchmal wird die Betreuungszeit als eine Art Gleitzeit gewertet. Kommt man morgens bereits verspätet, nutzt man die verlorene Zeit bei der Abholung nach.

Wenn die Arbeit sich mit Privatem vermischt.

Seit über sechs Jahren arbeite ich als Tagesmutter. In letzter Zeit reagiere ich immer empfindlicher auf Besuche, insbesondere Überraschungsbesuche nach Feierabend oder am Wochenende. Ich habe einfach das dringende Bedürfnis das Haus nur für mich und meine Familie allein zu nutzen. Einfach mal die Ruhe geniessen. Einfach mal Privat sein. Das ist mir inzwischen ein teures Gut.
Früher hatte ich richtig gerne Besuch, denn ich bin gerne Gastgeberin. Allerdings ist mein Bedarf, Gastgeberin zu sein am Nachmittag vollends erschöpft.
Ich räume die Überbleibsel des Arbeitsalltags auf und stelle fest, wie viel Raum die Tagespflege innerhalb meiner Privatsphäre einnimmt.